© Adobe Stock / Florincristian

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Förner, Sabrina

Standpunkt: Stimmungsvoll

Singen muss sich gut anfühlen

erschienen in: Musik, Spiel und Tanz 2022/01 , Seite 6

Im Alltag von pädagogischem Personal kommt die Stimme häufig zum Einsatz: Mal laut rufend, dann wieder leise flüsternd, fröhlich singend und sanft tröstend. Wenn wir sprechen, übermitteln wir unserem Gegenüber viel mehr als nur unsere Worte. Im Stimmausdruck schwingt mit, wie wir uns gerade fühlen, welche Beziehung wir zueinander haben und was wir wollen. Kinder reagieren auf diese Botschaften und das macht die Stimme zu einem unserer wichtigsten Instrumente.

Stimme pflegen

Die Bedeu­tung der Stimme wird vor allem dann deut­lich, wenn wir sie auf­grund von Krankheit oder Über­beanspruchung nur leise krächzend oder gar nicht ein­set­zen kön­nen. Wer das schon erlebt hat, fragt sich wom­öglich, was man tun kann, um solche unfrei­willi­gen Schweige­tage zu ver­mei­den. Dafür gibt es ein paar ein­fache Tipps:

Aufwär­men: Vor einem Tag, an dem man viel sprechen oder sin­gen möchte, lohnt es sich, die Stimme kurz aufzuwär­men. Dafür eignen sich beson­ders gut eher leise Töne, san­ftes Sum­men und herzhaftes Dur­chat­men. Im Prinzip ist alles erlaubt, was sich gut anfühlt: Anspan­nung im Hals soll zu keinem Zeit­punkt entste­hen. Wer damit Schwierigkeit­en hat, kann ver­suchen sich mit Vorstel­lung­shil­fen zu helfen.

Bewusst­sein stärken: Wenn man seine Stimme im All­t­ag bess­er pfle­gen möchte, ist ein wichtiger Punkt, darauf zu acht­en, wie sie einge­set­zt wird. Oft erfol­gen Reak­tio­nen in stres­si­gen Sit­u­a­tio­nen unbe­wusst – erst wenn Heis­erkeit oder Halss­chmerzen auftreten, wird deut­lich, wie stark der Stimmap­pa­rat belastet wurde. Ein Ziel ist es deshalb, die Wahrnehmung der eige­nen Stimme zu erhöhen, um so die Belas­tung schon früh erken­nen und dann auch ver­mei­den zu können.

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