Kinderarmut

Seit Jahren ist Kinder­ar­mut eine der größten gesellschaftlichen Her­aus­forderun­gen in Deutsch­land. Nach wie vor über­schat­tet Armut den All­t­ag von mehr als einem Fün­f­tel aller Kinder in Deutsch­land, so eine neue Analyse der Ber­tels­mann Stiftung. Das sind 21,3 Prozent bzw. 2,8 Mio. Kinder und Jugendliche unter 18, die oft viele Jahre ihrer Kind­heit von Armut bedro­ht sind.

Die Coro­na-Krise dro­ht das Prob­lem der Kinder­ar­mut zu ver­schär­fen. Die Eltern der benachteiligten Kinder und Jugendlichen trifft die Coro­na-Krise beson­ders hart: Sie arbeit­en häu­figer in Teilzeit oder als Mini­job­ber und gehören deswe­gen zu der Gruppe, die als erste ihre Jobs ver­lieren oder nur ver­gle­ich­sweise wenig beziehungsweise gar kein Kurzarbeit­ergeld erhal­ten. Jörg Dräger, Mit­glied des Vor­stands der Stiftung, sorgt sich, dass in der Krise nicht genug gegen Kinder armut unter­nom­men wird: „Die Ver­mei­dung von Kinder­ar­mut muss ger­ade in der Coro­na-Krise poli­tis­che Pri­or­ität bekom­men.“ Er fordert deshalb neue sozial-
und fam­i­lien­poli­tis­che Konzepte.

Die Ber­tels­mann Stiftung will sich in den kom­menden Monat­en inten­siv mit der Per­spek­tive von Kindern und Jugendlichen in Bezug auf das The­ma auseinan­der­set­zen und startete eine Ini­tia­tive „#Stopp­tKinder­ar­mut“ in den sozialen Medi­en.

www.bertelsmann-stiftung.de
www.stopptkinderarmut.org